Wenn Tiere kochen: Eine Quatschgeschichte

Erste Geschichte: Eichhörnchen

Eine leichte Sommerbriese streicht durch die Birkenblätter und es ist, als würde das Sonnenlicht wie Wasser über den Waldboden fliessen.
Scuirulina Eichelhamm schleckt genüsslich ihren Finger ab, und rührt den Waffelteig noch einmal gut durch.
Mit flinken Händen, und ohne auch nur einen Klecks des Teiges zu verkleckern, zischt die erste Portion laut im Waffeleisen.
Schnell noch den Puderzucker durchs Sieb streichen.  Die Puderzuckerwolke kitzelt Scuirulina in der Nase und sie muss prompt laut niessen, so dass noch eine grössere Puderzuckerwolke aus dem Baum zum Waldboden schwebt.
Mit jedem neuerlichen Zischen des Waffeleisens wabert der Waffelduft durch den Wald. Die kleinen Eichhörnchen müssen dem Duft auf dem Nachhauseweg also nur folgen.
Schon jagdt das erste dieser flinken Flauschbällchen den Stamm hoch, direkt in die Arme von Tante Scuirulina.
Also vielleicht wäre es ja eher Grosstante, oder Grosscousine 3. Grades Scuriulina. Aber ehrlich gesagt, ist das schlussendlich egal, denn in der warmen Umarmung, die nach Puderzucker duftet fühlt sich jedes kleine Eichhörnchen geborgen und zu Hause.
Mit ein paar luftigen Waffelherzchen im Bauch und Puderzucker im Gesicht erzählen die kleinen Eichhörnchen von der Schule, manchmal lachen sie, manchmal weint auch eins – wenn es von seinen Sorgen erzählt. Tränen abputzen kann Tante Scuilurina nämlich auch sehr gut.
Und so füllt sich der Wald jeden Nachmittag, wenn die Sonne wie Wasser über den Waldboden fliesst, mit Waffelduft, Puderzuckerwolken und Eichhörnchenschmatzen.

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